Finanzielle Unterstützung in der Energiekrise

Die aktuelle Energiekrise führt zu teilweise enormen finanziellen Belastungen für Strom-, Gas- und Wärmekunden.

Um diese Belastungen etwas zu dämpfen, setzt die Bundesregierung verschiedene finanzielle Entlastungen um:
 

  • Die Soforthilfe im Dezember 2022 hat einen Ausgleich für die gestiegenen Energierechnungen im Jahr 2022 geschaffen und die Zeit bis zur Einführung der Energiepreisbremsen im März diesen Jahres überbrückt.
  • Die Energiepreisbremsen für Strom, Gas und Wärme starten ab 1. März 2023 und umfassen auch rückwirkend die Monate Januar und Februar 2023. Sie sind ebenfalls Teil des Entlastungspaketes der Bundesregierung.

Einführung der Strompreisbremse

Wie funktioniert die Strompreisbremse?
 

  • Mit der Strompreisbremse werden 80 Prozent des Vorjahresverbrauches preislich gedeckelt, der vom Netzbetreiber prognostiziert wurde. Es geht hierbei nur um den Arbeitspreis. Der Grundpreis fällt nicht unter die Preisbremse und kommt daher hinzu.
     
  • Für alle Netzabnahmestellen, die maximal einen Jahresverbrauch von 30.000 Kilowattstunden haben, sind das 40 Cent brutto (das heißt inklusive aller Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelte) pro Kilowattstunde (ct/kWh). In der Regel fallen Privathaushalte darunter. Sollte ein Haushalt mehrere Netzabnahmestellen haben, werden diese separat betrachtet.
     
  • Man bekommt für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs eine Gutschrift in Höhe der Differenz des aktuellen Arbeitspreises und des Referenzpreises von 40 ct/kWh. Diese wird in die monatlichen Abschläge eingerechnet. Jede weitere Kilowattstunde wird mit dem vollen, aktuellen Tarif berechnet.

    Das heißt: Wer mehr als die 80 Prozent verbraucht, zahlt für jede weitere Kilowattstunde den vollen, aktuellen Tarif. Hinzu kommt noch der monatliche Grundpreis.
     
  • Beispiel:
    Für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Vorjahresverbrauch von 3.500 kWh im Grundversorgungstarif neuss|strom classic ergibt sich eine Entlastung von ca. 100 €/Jahr.

Häufige Fragen zur Strompreisbremse

Der zugrundeliegende Stromverbrauch entspricht entweder dem durch den Netzbetreiber prognostizierten Jahresverbrauch oder bei größeren Kunden dem tatsächlichen Verbrauch des Jahres 2021.

Einführung der Gaspreisbremse

Wie funktioniert die Gaspreisbremse?
 

  • Mit der Gaspreisbremse werden 80 Prozent des Jahresverbrauches preislich gedeckelt, der im September 2022 prognostiziert wurde. Es geht hierbei nur um den Arbeitspreis. Der Grundpreis fällt nicht unter die Preisbremse und kommt daher hinzu. 
     
  • Für alle Netzabnahmestellen, die maximal einen Jahresverbrauch von 1,5 Millionen kWh haben, sind das 12 Cent brutto (das heißt inklusive aller Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelte) pro Kilowattstunde (ct/kWh). In der Regel fallen Privathaushalte darunter. 
     
  • Man bekommt für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs eine Gutschrift in Höhe der Differenz des tatsächlichen, aktuellen Arbeitspreises und des Referenzpreises von 12 ct/kWh. Diese wird in die monatlichen Abschläge eingerechnet. Jede weitere Kilowattstunde wird mit dem vollen, aktuellen Tarif berechnet.

    Das heißt: Wer mehr als die 80 Prozent verbraucht, zahlt für jede weitere Kilowattstunde den vollen, aktuellen Tarif. Hinzu kommt noch der monatliche Grundpreis.
     
  • Beispiel:
    Für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Vorjahresverbrauch von 18.000 kWh im Grundversorgungstarif G6 ergibt sich eine Entlastung von ca. 650 €/Jahr.

Wichtige Fragen zu Gaspreisbremse

Der zugrundliegende Gasverbrauch entspricht entweder dem durch den Wärmelieferanten prognostizierten Jahresverbrauch mit Stand September 2022 (liegt dieser bspw. aufgrund eines Umzugs nicht vor, dann gilt die Jahresverbrauchsprognose des Netzbetreibers) oder bei größeren Kunden dem tatsächlichen Verbrauch des Jahres 2021.

Einführung der Wärmepreisbremse

Fernwärmepreise der Stadtwerke günstiger als Preisbremse

Liebe Kundinnen und Kunden, 

unsere aktuellen Fernwärmepreise liegen aktuell unter der Energiepreisbremse von 9,5 ct/kWh brutto. Deshalb zahlen Sie für Ihren gesamten Verbrauch selbstverständlich nur diesen mit uns vereinbarten günstigeren Preis und sparen so noch mehr Kosten für Energie ein.

Die nachfolgenden Regelungen zur Preisebremse für (Fern-)wärme stellen wir hier dennoch der Vollständigkeit halber zum Nachlesen bereit.

Wie funktioniert die Wärmepreisbremse?
 

  • Mit der Wärmepreisbremse werden 80 Prozent des Jahresverbrauches preislich gedeckelt, der im September 2022 prognostiziert 
    wurde. Es geht hierbei nur um den Arbeitspreis. Der Grundpreis fällt nicht unter die Preisbremse und kommt daher hinzu. 
     
  • Für alle Netzabnahmestellen, die maximal einen Jahresverbrauch von 1,5 Millionen Kilowattstunden haben, sind das 9,5 Cent brutto (das heißt inklusive aller Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelte) pro Kilowattstunde (ct/kWh). In der Regel fallen Privathaushalte darunter. 
     
  • Man bekommt für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs eine Gutschrift in Höhe der Differenz des tatsächlichen, aktuellen Arbeitspreises und des Referenzpreises von 9,5 ct/kWh. Diese wird in die monatlichen Abschläge eingerechnet. Jede weitere Kilowattstunde wird mit dem vollen, aktuellen Tarif berechnet.

    Das heißt: Wer mehr als die 80 Prozent verbraucht, zahlt für jede weitere Kilowattstunde den vollen, aktuellen Tarif. Hinzu kommt noch der monatliche Grundpreis.

Wichtige Fragen zur Wärmepreisbremse

Die erste Berechnung der Wärmepreisbremse erfolgt im März. Rückwirkend werden dann auch der Verbrauch des Januars und Februars 2023 berücksichtigt. Die Regelung gilt zunächst für das Jahr 2023. Die Regierung plant, sie bis einschließlich April 2024 zu verlängern.

Über die ab März 2023 vorgesehenen Abschlags- und Vorauszahlungen informieren wir Sie rechtzeitig bis spätestens 1. März 2023.